Auslassungspunkte und Leerraum · Bindestriche · Interpunktion und Leerraum · Abkürzungen und Leerraum · umgebrochen, umbrochen · Zahlen in Ziffern/Buchstaben · Zitatzeichen in elektronischen Dokumenten

Typographie


Auslassungspunkte und Leerraum

Auslassungspunkte (»…«) werden verwendet, um ausgelassene Textteile anzuzeigen, etwa fehlende Buchstaben eines Worts oder fehlende Wörter eines Satzes oder satzähnlichen Gebildes. Die Zahl der Auslassungspunkte ist drei, unabhängig von der Länge des durch sie ersetzten Textteils. Hiervon abgewichen wird normalerweise nur in Tabellen oder Formularen.

Im Falle eines unvollständigen Worts schließen die Auslassungspunkte direkt und ohne Leerzeichen an das Wortfragment an, da sie einen Teil des Worts darstellen: Fahr nicht so schnell, sonst passiert ein Unf…! (Dank für diesen nf-Beispielsatz gebührt Christoph Bättig.)

Wird ein ganzes Wort oder deren mehrere ausgelassen, werden die Auslassungspunkte durch ein Leerzeichen abgetrennt, so wie Wörter durch Leerzeichen voneinander getrennt werden: Fahr nicht so schnell, sonst …!

Entsprechendes gilt für Auslassungen am Anfang oder inmitten eines Worts (direkter Anschluß ohne Leerzeichen) bzw. Satzes (mit Leerzeichen von angrenzenden Wörtern abgesetzt).

Die Auslassung am Satzende — ganz gleich ob sie für ein Wort- oder für ein Satzfragment steht — schließt den Satzendepunkt mit ein; es stehen also nicht vier Punkte. Andere Satzzeichen werden wie gewohnt angefügt, siehe Beispiele oben.

In Text, der in Proportionalschrift gesetzt ist, sollte für Auslassungen nach Möglichkeit die meist speziell hierfür vorgesehene Anweisung — und nicht einfach drei aufeinanderfolgende Punkte — verwendet werden, da der Zeichenabstand zwischen diesen Einzelpunkten sonst typischerweise zu gering ausfällt. In TeX ist dies beispielsweise »\dots«, in HTML »…« (…), was jedoch leider noch nicht von allen Browsern unterstützt wird.

Auslassungspunkte im Englischen und im Deutschen.


Bindestriche

(Zum Bindestrich siehe auch unter virtuelle Speicherverwaltung.)

Auch wenn es Albert Einstein (ohne Bindestrich) heißt, so muß es doch Albert-Einstein-Gymnasium heißen (Durchkopplung; siehe Duden, Band 1, R 28 bzw. K 26). (Von-Neumann-Rechner schreibt sich übrigens mit großem V; siehe R 51 bzw. K 68/87. Dies gilt nicht für Abkürzungen: km-Zahl; siehe R 26 bzw. K 28.)

(Nein; ein Bindestrich wird nicht beidseitig mit Leerzeichen abgesetzt; das wäre ein Gedankenstrich, der in proportionaler Schrift jedoch länger ist als ein Bindestrich.)

Nach Auffassung mancher Schreiber scheinen bei Klammerung eines Ausdrucks durch Anführungszeichen Leerzeichen darin akzeptabel: »Bitte abstellen«-Aufforderung. Die Leipziger Duden-Redaktion ließ dies grundsätzlich zu (Ost-Duden, K 191) und führte im Wörterbuch der Sprachschwierigkeiten weiter aus:

Mehrteilige Bestimmungsglieder sollten jedoch […] nur dann in Anführungszeichen eingeschlossen werden, wenn sie Imperative sind, Frageform haben, Kommas enthalten oder Titel von Büchern, Zeitungen, Zeitschriften, Dichtungen, Kompositionen, Fernsehsendungen, Filmen u. dgl. sind.

Die Mannheimer Duden-Redaktion koppelt beispielsweise In-dubio-pro-reo-Grundsatz durch und schreibt nicht »in dubio pro reo«-Grundsatz. Man bedenke hier auch die Auswirkungen auf den Lesefluß im Falle eines Zeilenumbruchs vor dem Bindestrich. Unstrittig ist jedoch folgende Form: … der Grundsatz »in dubio pro reo« …

Ebenfalls durchgekoppelt werden müssen Zusammensetzungen mit dem in Firmennamen zulässigen Et-Zeichen: Meyer-&-Co.-Erzeugnis (Beispiel entnommen dem Ost-Duden, 18. Auflage, Vorschriften für den Schriftsatz, Seite 717, Abschnitt 3.10). Vergleichbares gilt jedoch nicht für das Prozentzeichen, wo bei Zusammensetzungen der sonst vorhandene (kleinere) Zwischenraum zwischen Zahlenangabe und Prozentzeichen (»5 %«) nicht durch einen Bindestrich ersetzt werden sondern entfallen soll: 5%-Klausel. (Die Schreibweise 5%ig hingegen erscheint vertretbar, wie natürlich auch — in klassischer Rechtschreibung — 5prozentig, reformiert mit Bindestrich 5-prozentig.)

Der Bibel Code — so eines Buchs Titel — kann übrigens als Genitivkonstruktion aufgefaßt werden (Der Code der Bibel) und muß nicht notwendigerweise mit Bindestrich oder in einem Wort geschrieben werden. Der Bibelcode wäre natürlich ebenfalls korrekt. Ein Bedeutungsunterschied besteht zwischen Burgunder Straße (z. B. in München) und Burgunderstraße (z. B. in Köln): Ersteres ist von der Landschaft abgeleitet (Burgund), letzteres vom dortigen Wein oder den Einwohnern (Burgunder).


Interpunktion und Leerraum

Satzzeichen werden beidseitig mit Leerraum von angrenzenden Wörtern und Zeichen abgesetzt — mit folgenden stets vorrangigen Ausnahmen:

  • Vor Punkt, Komma, Semikolon, Doppelpunkt, Fragezeichen und Ausrufezeichen,

  • nach öffnender Klammer (rund, eckig, geschweift, spitz) und nach öffnendem Anführungszeichen (normalem oder halbem, Gänsefüßchen oder Guillemet) sowie

  • vor schließender Klammer und vor schließendem Anführungszeichen

… steht kein Leerzeichen; siehe unter Plenk, plenken. Zu den Auslassungspunkten siehe dort.

Wird ein Teil eines Wortes geklammert, steht eine Klammer also inmitten eines Wortes, so wird kein Leerraum gesetzt: ed(it)ieren, (Ex-)Mitarbeiter, selb(st)ständig, Spontan(e)ität, (Unter-)Domain, Urheber(persönlichkeits)recht, (West-)Duden. Vorsicht vor etwaigen Zeilenumbrüchen, die manche Textverarbeitung fälschlich zwischen Bindestrich und Klammer einfügt. Eine Trennung nach Bindestrich und schließender Klammer ist hingegen zulässig.

Auch der Schrägstrich (englisch slash) steht normalerweise ohne umgebenden Leerraum: München/Frankfurt. Mit Leerraum begegnet man ihm manchmal, wenn er Begriffe trennt, die aus mehreren Wörtern bestehen, die also selbst durch Leerzeichen verbunden sind: München / Frankfurt am Main. Hier bieten sich besser Komma, »und«, »oder«, »bzw.« und »sowie« an.

Gedankenstriche — auch paarige — sind somit normalerweise von Leerraum umgeben; gängigste der raren Ausnahmen ist der von einem Komma gefolgte Gedankenstrich, der einen Einschub abschließt: Es gibt zwar Empfehlungen — wie die genannten —, aber letztlich kann jeder machen, was er will.

Ein Apostroph wird wie ein Buchstabe desjenigen Wortes behandelt, dessen ausgefallene Buchstaben er ersetzt, wird also ohne Leerraum mit dem zugehörigen Wort verbunden: Ich hab' da mal 'ne Frage. Welches Schweinderl hätten S' denn gern? K'lautern

Der Leerraum vor einem Apostroph am Wortanfang kann entfallen, wenn das so verkürzte Wort mit dem vorangehenden verbunden ausgesprochen wird, speziell bei »'s« für »es«: Ich hab's! Wie geht's? Was'n das?

Ein Bindestrich (siehe auch dort) wird ohne Leerraum mit dem zu ergänzenden Wort oder Wortteil oder den zu koppelnden Wörtern verbunden: Altkleider- und -schuhsammlung, USB-Kabel

Das Gradzeichen wird bei Temperaturangaben mit dem folgenden Buchstaben, der die Skala bezeichnet, ohne Leerraum verbunden: 233 °C, 451 °F, 186 °R

Bei Angaben zu Winkeln, auch geografischer Länge und Breite, steht das Gradzeichen — wie auch die Zeichen für Minuten und Sekunden — ohne Leerraum direkt hinter dem zugehörigen Zahlenwert: 0° N, 23° O, 4' 33''

Bei rein numerischer Datumsangabe darf das sonst übliche Leerzeichen nach dem Punkt entfallen: 24. 07. 1969 oder 24.07.1969. Bei rein numerischen Uhrzeitangaben mit Punkt oder Doppelpunkt entfällt der Leerraum beidseitig immer: 16:50, 16.50

Diese Regeln gelten nicht für mathematischen Formelsatz, Programmiersprachen, Tabellen und vorgegebene Formatierung wie etwa in Formularen, Kunst sowie die zitierende, wörtliche und grafische Verwendung einzelner Zeichen, etwa Smilies.


Abkürzungen und Leerraum

In Anlehnung an DIN 5008 empfiehlt die Duden-Redaktion im Kapitel über Maschinenschreiben und E-Mails, daß nach Abkürzungen ein Leerschritt folge. »Das gilt auch für mehrere aufeinander folgende Wörter, die jeweils mit einem Punkt abgekürzt sind.« Daher: z. B., u. a. m..

Im Kapitel Textverarbeitung (also beim Arbeiten mit Proportionalschriften) heißt es: Bei mehrteiligen Abkürzungen wird zwischen den einzelnen Elementen nach dem Punkt ein kleinerer Zwischenraum gesetzt.

Manche empfinden jedoch speziell bei Verwendung von Schriften mit dicktengleichen Zeichen (Äquidistanzschriften, nonproportional fonts; Dickte ist Setzerjargon für die Breite einer Letter) mehrgliedrige Abkürzungen ohne Leerzeichen als leichter lesbar, vielleicht deshalb, weil dort der (schmale) Punkt ohnehin von verhältnismäßig viel Leerraum umgeben ist. Geschmackssache …


Wann soll man Zahlen in Ziffern, wann in Buchstaben schreiben?

(von Matthias Opatz)

Kommen in einem Text Zahlen vor, kann man diese numerisch (in Ziffern) oder ausgeschrieben (als Wort) einsetzen. Unausrottbar scheint in diesem Zusammenhang eine (sehr) alte Buchdruckerregel, vor deren sturer Befolgung Rechtschreib-Ratgeber nun schon seit fast hundert Jahren warnen, so der Duden von 1915:

Schreibung von Zahlen.

Vor der alten Buchdruckerregel, nach der die Zahlen von 1 bis 12 in Buchstaben und die Zahlen von 13 an in Ziffern zu setzen sind, wird hier gewarnt. Entgegen dieser Regel sind auch die Zahlen von 1 bis 12 in Ziffern zu setzen, wenn die Zahl und die nachfolgende Sache eine besondere Bedeutung haben, d. h. also, wenn die Zahl die Aufmerksamkeit auf sich lenken soll, z. B. Kurbel mit 2 Wellen, Zahnrad mit 2 Spindeln. Auch ist vor Maßen, Gewichten, Geldsorten usw. bei Anwendung der Abkürzungen stets die Zahl in Ziffern zu setzen, z. B. l, kg, M; setzt man diese Bezeichnungen aber aus, so kann die Zahl sowohl in Ziffern wie in Buchstaben gegeben werden, z. B. 2 Mark oder zwei Mark.

Als Faustregel (d. h. wenn nichts weiter dagegenspricht) taugt die Regel natürlich, weil die Zahlen bis zwölf einsilbig (mit Ausnahme der Sieben) und maximal sechsbuchstabig, mithin übersichtlich und leicht zu lesen sind. Wann aber spricht etwas dagegen? Der 18. Leipziger Duden (von 1985) nennt in Ausweitung des 1915er Dudens ein paar Fälle mit entsprechenden Beispielen:

2. Besonderheiten beim Setzen von Zahlen

2.1. Allgemeines

Die alte Buchdruckerregel, nach der die Zahlen von 1 bis 12 in Buchstaben und die Zahlen von 13 an in Ziffern zu setzen seien, ist unbegründet. Alle Zahlen (auch die Zahlen von 1 bis 12) sind in Ziffern zu setzen, wenn die Zahl im Textzusammenhang von Bedeutung ist und deshalb die Aufmerksamkeit auf sich lenken soll.

Beispiele:eine Keilwelle mit 8 Nuten; dieses Heft umfaßt 24 Seiten; die Maschine hat 2 Wellen, 4 Spindeln, 1 verstellbare Formatplatte und 8 Stellschrauben

Zusammengesetzte Zahlen dürfen nicht teils in Ziffern, teils in Buchstaben gesetzt werden.

Beispiel:vier- bis fünftausend Menschen
Falsch: 4- bis 5tausend Menschen

Vor Einheitenzeichen, Geldsorten usw. wird jede Zahl in Ziffern gesetzt.

Beispiele:110 m, 14 kg, 8 M; eine Länge von 7 cm, eine Temperaturdifferenz von 15 K, die Zimmertemperatur beträgt +20 °C

Eine weitere sinnvolle Ausnahme von der Faustregel sind »verschränkte Zahlenreihen«, wofür Wolf Schneider in seinem Buch »Deutsch für Profis« ein anschauliches Beispiel bringt. Hier die Schneiderschen Tips für die Schreibung von Zahlen:

  1. Was verglichen werden soll, wird gleich geschrieben: durchweg in Ziffern oder durchweg in Buchstaben. Wenn der Stimmenanteil der FDP von acht auf 6,5 Prozent gesunken ist […], so geschieht das Äußerste, um mir jenen Vergleich zu erschweren, auf den doch alles ankommt; er sank also von 8 auf 6,5 Prozent. Für den Antrag stimmten 23 Abgeordnete, gegen ihn 9 (nicht »neun«).

  2. Was nicht verglichen werden soll, wird ungleich geschrieben, bei zwei verschränkten Zahlenreihen also eine in Ziffern und die andere in Buchstaben. Nach der Setzerregel heißt es: »Zehn Briefmarken zu 50 und 20 zu zehn Pfennig«; 50 steht für den Wert, 20 dagegen für die Stückzahl — es fällt schwer, sich für Verständnis und Gedächtnis eine höhere Hürde auszudenken. Für welche Zahlengruppe nehmen wir die Ziffern? Die Briefmarken helfen uns: 10 steht auf ihnen und nicht zehn. Also kann es nur heißen »Zehn Marken zu 50, zwanzig zu 10.«

  3. Was nicht exakt gemeint ist, sollte nicht in Ziffern geschrieben werden, dem Symbol der Exaktheit (der »Bezifferung«): Die Schreibweise »1000 Zuschauer« erweckt den Anschein gezählter Personen, 1000 und nicht 1050 — anders als »tausend Zuschauer«. Haarspalterei? Machen wir die Gegenprobe: Ist es vernünftig, »rund 1000 Zuschauer« zu schreiben oder »nicht einmal 1000 Zuschauer« oder gar »ein paar 1000 Zuschauer« (Capital 5/80)? Wenn ich nicht gezählte 1000 meine, sollte ich »tausend« schreiben […].

Das Prinzip unterschiedlicher Schreibung »verschränkter Zahlenreihen« (Schneiders Punkt 2) läßt sich auch auf nebeneinanderstehende Einzelangaben von verschiedener Bedeutung übertragen. Wenn der Handballspieler mit der Rückennummer 11 13 Tore geworfen hat, sollte eine der beiden Zahlen ausgeschrieben werden. Bei der Entscheidung, welche das sein sollte, sollte man vor dem schnellen Rückgriff auf die Buchdruckerregel noch einmal kurz nachdenken: Da die Rückennummern für den Zuschauer immer als Ziffern sichtbar sind, sollte man es auch im Text so halten und — entgegen der Faustregel — statt dessen die Anzahl der Tore ausschreiben.

In vielen Fällen liegt die Entscheidung aber im Ermessen des Schreibers. Ein kurzes Nachdenken darüber, was denn besser ist, kann nie schaden — und wenn man gute Gründe sieht, sollte man sich ohne Gewissensbisse gegen die Buchdruckerregel entscheiden.


Zitatzeichen in elektronischen Dokumenten

Grundlage der heute gängigen Zeichenkodierungen ist die amerikanische Norm X3.4, auch als 7-Bit-US-ASCII bekannt. Sie enthält drei Zeichen, die als Anführungszeichen verwendet werden (nach Tabelle 7 der Norm):

PositionZeichenBezeichnungen
      34   "   quotation mark
      39   '   apostrophe,
               right single quotation mark,
               acute accent
      96   `   left single quotation mark,
               grave accent

Aufgrund des beschränkten Zeichenvorrats wurden manchen Zeichen also mehrere Funktionen zugewiesen. Unter X3.4 sind für Zitate folgende Konventionen gängig: Zeichen 34 wird ohne Unterschied sowohl als einleitendes als auch als schließendes Anführungszeichen verwendet. Bei verschachtelten Zitaten, etwa zitierter wörtlicher Rede, wird — siehe die Bezeichnungen in obiger Tabelle — die innere Zitatebene durch Zeichen 96 eingeleitet und durch Zeichen 39 beendet. Abweichend hiervon wird in vielen Fällen jedoch — wie für die äußere Zitatebene — nicht zwischen einleitendem und schließendem Zeichen unterschieden und in beiden Fällen Zeichen 39 verwendet.

Im Satzprogramm TeX bedient man sich für die im amerikanischen Schriftsatz übliche Konvention (hochgestellte Anführungszeichen der Form 66 und 99) gar nicht des Zeichens 34, sondern verwendet für die äußere Zitatebene vielmehr Zeichen 96 (einleitend) und Zeichen 39 (schließend) doppelt. Für die innere Ebene blieb es bei der asymmetrischen Konvention wie oben beschrieben.

Im deutschsprachigen Raum populärster Nachfolger von X3.4 ist der 8-Bit-Zeichensatz ISO-8859-1. Er führt drei weitere Zeichen ein, die in diesem Kontext relevant sind:

PositionZeichenBezeichnung
     171   «   left-pointing double angle quotation mark
     180   ´   acute accent
     187   »   right-pointing double angle quotation mark

Für den Akutakzent wurde somit ein eigenes Zeichen definiert; schon 1986 wurde in X3.4 angemerkt, daß der alternative Name acute accent für das Zeichen 39 in künftigen Fassungen entfernt werden könne.

Die Zeichen 171 und 187 (auch Guillemets genannt) werden unterschiedlich gebraucht: So leitet in Frankreich und in der Schweiz typischerweise Zeichen 171 ein Zitat ein, und Zeichen 187 schließt es; in Deutschland ist es meist umgekehrt. Letzterer Konvention, in Kombination mit asymmetrischen einfachen Anführungszeichen nach X3.4 für die innere Zitatebene, bediente sich auch die in schlichtem Text gehaltene Usenet-Fassung dieser FAQL.

Gelöst wurde das Problem der Doppelbelegung dieser Zeichen mit Unicode, wo eigene Zeichen für jede dieser Bedeutungen definiert wurden.

In der Auszeichnungssprache HTML könnte bei Verwendung von <q> und </q> als logischer Auszeichnung dem anzeigenden Programm — und damit letztlich dem Anwender — überlassen werden, welche Zeichen tatsächlich für die Darstellung verwendet werden. Leider funktioniert dies bisher erst in Ausnahmefällen befriedigend.


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