Johann Christoph Adelung ist
der Autor eines noch heute bedeutenden Wörterbuchs des
18. Jahrhunderts. Es ist auf CD und im Web verfügbar.
Gängige Zitate und deren Herkunft
sammelte Georg Büchmann in seinen Geflügelten Worten. Die Sammlung
hat ihren Schwerpunkt in älteren Werken, von der Bibel bis
zu den deutschen Klassikern — was vielen Aussprüchen
aber nichts von ihrer Aktualität nimmt.
Die DIN 5008 gibt
Antworten auf Fragen zu Briefgestaltung und
Schreibmaschinentypographie. Kostenlose alternative Darstellungen der Regeln
dieser Norm sind von unabhängiger Seite erhältlich.
Der dtv-Atlas zur deutschen
Sprache wird zumeist wegen seiner Mundartkarten und
der dort angegebenen Dialektgrenzen angeführt.
Der Name Duden geht auf den
Wörterbuchautor Konrad Duden zurück und steht heute für eine
breite Palette von Nachschlage- und Lehrbüchern des Bibliographischen Instituts, nicht mehr
nur im Sprachbereich. Im folgenden die in de.etc.sprache.deutsch gängigen
Werke:
Mit Duden ist üblicherweise der erste Band namens Die
deutsche Rechtschreibung einer mittlerweile auf zwölf
Bände angewachsenen Reihe gemeint. Manche früheren Auflagen
wurden auch Der Große Duden betitelt. Bis zur
13. Auflage (1947) gab es nur einen Duden.
(Genaugenommen erschien 1903 und 1907 noch der sogenannte
Buchdrucker-Duden in zwei Auflagen, der aber schon
1915 in der 9. Auflage des regulären Dudens aufging.) Mit
der 14. Auflage spaltete sich der Duden in eine Ost-Ausgabe
(1951, Redaktion weiterhin in Leipzig; die Nachdrucke der
17. Auflage von 1977 bis 1984 wurden als 18. bis
25. »Auflage« bezeichnet, die letzte echte Überarbeitung von
1985 als »18. Neubearbeitung«) und eine West-Ausgabe (1954,
Mannheim, bis zur 19. West-Auflage 1986). 1991 erschien mit
der 20. Auflage der letzte Duden vor der Rechtschreibreform, auch
Vereinigungs-Duden genannt. Die 21. (1996),
22. (2000) und 23. Auflage (2004) werden manchmal auch als
Reform-Duden bezeichnet.
Band 4 besagter
zwölfbändiger Reihe ist der
Grammatik-Duden.
Richtiges und gutes Deutsch heißt ein
weiterer populärer Titel dieser Reihe, der nach seiner
Nummer manchmal auch schlicht als Band 9 zitiert wird. Die
zweite Auflage (1972) war Zweifelsfälle der deutschen
Sprache betitelt, die erste (1965)
Hauptschwierigkeiten der deutschen Sprache. Im
Bibliographischen Institut Leipzig erschien ein ähnlicher
Band namens Wörterbuch der
Sprachschwierigkeiten.
Mit dem Deutschen
Universalwörterbuch füllte der Verlag 1983 eine
Lücke zwischen klassischem und mehrbändigem Duden. Ähnlich
wie der Wahrig enthält es insbesondere ausführlichere
Worterklärungen und Angaben zur Etymologie. Es ist gedruckt
und auf CD-ROM
erhältlich.
Das große Wörterbuch der deutschen Sprache,
auch als Duden in zehn Bänden
bezeichnet, ist der Titel eines zehnbändigen Wörterbuchs des
Bibliographischen Instituts. Frühere Auflagen erschienen in
acht bzw. sechs Bänden.
Nicht im Duden-Verlag erschienen, sondern 1988 bei
der Metzlerschen Verlagsbuchhandlung in Stuttgart ist der
Titel Der »Duden«. Geschichte und Aktualität eines
»Volkswörterbuchs«. Wolfgang Werner Sauer untersucht
darin kritisch die Entwicklung, die der Duden seit seiner
ersten Auflage (und schon davor) genommen hat. Das Buch ist
nur noch antiquarisch erhältlich.
Deutsches Wörterbuch,
DWB, Grimmsches Wörterbuch
oder schlicht Grimm steht für
ein 33bändiges Monumentalwerk, das 1838 von
Jacob und Wilhelm Grimm begonnen und
1960 vollendet wurde. (Band 33, ein Quellenband, erschien
1971.) Es ist auch auf CD erhältlich.
Die Deutsche Grammatik von
Gerhard Helbig und Joachim Buscha, kurz Helbig/Buscha, wird — dem
Untertitel Ein Handbuch für den Ausländerunterricht
zum Trotz — auch von Muttersprachlern sehr
geschätzt.
Nachdem die großen Verlage auf die Rechtschreibreform eingeschwenkt
waren, publizierte Theodor Ickler, prominenter
Kritiker der Rechtschreibreform, sein eigenes Wörterbuch, in dem er die »bewährte
deutsche Rechtschreibung« auf seine Weise
darstellte.
Beim Kluge handelt es
sich um ein Etymologisches Wörterbuch der deutschen
Sprache, benannt nach seinem Urverfasser, dem
Sprachwissenschaftler Friedrich Kluge.
Heinz Küpper ist der Autor des
Wörterbuchs der deutschen Umgangssprache, eines
umfangreichen Werks über die Sprache der Gegenwart. Es ist
gedruckt und auf CD erhältlich. Küpper ist auch
Verfasser weiterer Wörterbücher.
Sprachforscher Lutz Mackensen interpretierte die
Rechtschreibregeln von 1901 etwas anders und schuf in den
1950ern eine populäre Konkurrenz zum Duden.
Trotz einer Entschärfung späterer Auflagen und Angleichung
an die Schulorthographie erscheinen seine Werke noch heute
unkonventionell und oft auch erstaunlich progressiv. Leider
sind die meisten nur noch antiquarisch erhältlich.
Beim OED (Oxford
English Dictionary) handelt es sich um das britische
Äquivalent zum deutschen Grimm, gleichermaßen monumental,
aber ungleich aktueller und moderner.
Das ÖWB — das
Österreichische Wörterbuch — nimmt naturgemäß stärker
Rücksicht auf Eigenheiten des österreichischen
Deutschs.
Das ursprünglich von Hermann Paul
verfaßte Deutsche
Wörterbuch, 1897 erstmals veröffentlicht und
seitdem vielfach aktualisiert, beschreibt die Entwicklung
der deutschen Sprache bis zur Gegenwart, auch die Herkunft
vieler Redewendungen.
Unter der Leitung von Wolfgang
Pfeifer entstand das umfangreiche und auch sehr
ausführliche Etymologische Wörterbuch
des Deutschen.
Eine wirklich umfangreiche Grammatik der
englischen Sprache haben Randolph Quirk, Sidney
Greenbaum, Geoffrey Leech und Jan
Svartvik verfaßt: A Comprehensive
Grammar of the English Language. Sie wird in de.etc.sprache meist kurz als
Quirk bezeichnet.
Ludwig Reiners ist der Autor
des 1943 erschienenen Buchs Stilkunst — Ein
Lehrbuch deutscher Prosa, das als der Urvater der
modernen Stillehren angesehen wird. 1951 erschien seine
etwas handlichere Stilfibel — Der
sichere Weg zum guten Deutsch.
Der Röhrich, das umfangreiche
Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten von Lutz
Röhrich, wird gerne herangezogen, um die Herkunft auch
moderner Wendungen in Erfahrung zu bringen. Das Werk ist gedruckt und auf CD
erhältlich.
Der Journalist Wolf Schneider schuf mit seiner
Stilkunde Deutsch für
Profis einen Klassiker für die schreibende Zunft,
dem er weitere Bücher zu diesem Thema folgen ließ.
Theodor Siebs ist der Autor des
Standardwerks zur deutschen Aussprache. Es erschien
erstmalig 1898 unter dem Titel Deutsche
Bühnenaussprache; die vorerst letzte Fassung von 1969
trägt den Titel Deutsche Aussprache; sie ist
vergriffen.
Ein beliebtes Synonymwörterbuch ist das
ursprünglich von Annemarie Weber unter dem Pseudonym
A. M. Textor verfaßte und seit seinem ersten
Erscheinen 1955 mehrfach überarbeitete Sag es treffender.
Vom amerikanischen Schriftsteller Mark
Twain stammt die bekannte Satire The Awful German Language, Die Schrecken der
deutschen Sprache.
Auch der Name Wahrig wird
mittlerweile für eine ganze Reihe von Büchern verwendet, die
nicht alle ursprünglich von Gerhard Wahrig verfaßt
wurden.
Beim einbändigen Wahrig (Wahrig — Deutsches
Wörterbuch) handelt es sich um ein kompaktes, aber
dennoch sehr ausführliches Wörterbuch, das oft als
Alternative zum Duden empfohlen wird.
Der sechsbändige Wahrig, der auch als Teil
des Brockhaus-Lexikons vertrieben wurde, ist im Umfang mit
dem zehnbändigen Duden vergleichbar. Er ist nur noch
antiquarisch erhältlich.
Die Bertelsmann-Rechtschreibung, 2002 zum Wahrig — Die
deutsche Rechtschreibung mutiert, ist aus der
Knaur-Rechtschreibung hervorgegangen. Sie ist in Umfang und
Gestaltung mit dem einbändigen Duden vergleichbar.
Insbesondere frühe Auflagen fielen durch originelle Einträge
auf.
Karl Friedrich Wilhelm Wander
schuf in jahrzehntelanger Arbeit ein umfangreiches Deutsches
Sprichwörterlexikon.
Noah Webster gab
1806 den Vereinigten Staaten von Amerika ein eigenes
Wörterbuch. Da sein Name nicht als Warenzeichen eingetragen
wurde, tragen heute Wörterbücher und andere Werke vieler
Verlage seinen Namen. Als legitime Nachfolger werden zumeist
die beiden folgenden Werke betrachtet:
Dieter E. Zimmer, Journalist
und Buchautor, gestaltete nach der sogenannten »Rechtschreibreform« die Hausorthographie der
Wochenzeitung Die Zeit federführend. Zu seinen in
de.etc.sprache.deutsch häufiger
erwähnten Büchern gehören Die Elektrifizierung der
Sprache, So kommt der Mensch zur Sprache
und Deutsch und
anders.