Johann Christoph Adelung · Georg Büchmann · DIN 5008 · dtv-Atlas zur deutschen Sprache · Konrad Duden · Grimm · Gerhard Helbig, Joachim Buscha · Theodor Ickler · Friedrich Kluge · Heinz Küpper · Lutz Mackensen · Oxford English Dictionary · Österreichisches Wörterbuch · Hermann Paul · Wolfgang Pfeifer · Randolph Quirk · Ludwig Reiners · Lutz Röhrich · Wolf Schneider · Theodor Siebs · Textor · Mark Twain · Gerhard Wahrig · Karl Friedrich Wilhelm Wander · Noah Webster · Dieter E. Zimmer

Literatur für de.etc.sprache.deutsch

Die folgenden Autoren und Werke werden in de.etc.sprache.deutsch häufiger genannt oder zitiert:

  • Johann Christoph Adelung ist der Autor eines noch heute bedeutenden Wörterbuchs des 18. Jahrhunderts. Es ist auf CD und im Web verfügbar.

  • Gängige Zitate und deren Herkunft sammelte Georg Büchmann in seinen Geflügelten Worten. Die Sammlung hat ihren Schwerpunkt in älteren Werken, von der Bibel bis zu den deutschen Klassikern — was vielen Aussprüchen aber nichts von ihrer Aktualität nimmt.

  • Die DIN 5008 gibt Antworten auf Fragen zu Briefgestaltung und Schreibmaschinentypographie. Kostenlose alternative Darstellungen der Regeln dieser Norm sind von unabhängiger Seite erhältlich.

  • Der dtv-Atlas zur deutschen Sprache wird zumeist wegen seiner Mundartkarten und der dort angegebenen Dialektgrenzen angeführt.

  • Der Name Duden geht auf den Wörterbuchautor Konrad Duden zurück und steht heute für eine breite Palette von Nachschlage- und Lehrbüchern des Bibliographischen Instituts, nicht mehr nur im Sprachbereich. Im folgenden die in de.etc.sprache.deutsch gängigen Werke:

    • Mit Duden ist üblicherweise der erste Band namens Die deutsche Rechtschreibung einer mittlerweile auf zwölf Bände angewachsenen Reihe gemeint. Manche früheren Auflagen wurden auch Der Große Duden betitelt. Bis zur 13. Auflage (1947) gab es nur einen Duden. (Genaugenommen erschien 1903 und 1907 noch der sogenannte Buchdrucker-Duden in zwei Auflagen, der aber schon 1915 in der 9. Auflage des regulären Dudens aufging.) Mit der 14. Auflage spaltete sich der Duden in eine Ost-Ausgabe (1951, Redaktion weiterhin in Leipzig; die Nachdrucke der 17. Auflage von 1977 bis 1984 wurden als 18. bis 25. »Auflage« bezeichnet, die letzte echte Überarbeitung von 1985 als »18. Neubearbeitung«) und eine West-Ausgabe (1954, Mannheim, bis zur 19. West-Auflage 1986). 1991 erschien mit der 20. Auflage der letzte Duden vor der Rechtschreibreform, auch Vereinigungs-Duden genannt. Die 21. (1996), 22. (2000) und 23. Auflage (2004) werden manchmal auch als Reform-Duden bezeichnet.

    • Band 4 besagter zwölfbändiger Reihe ist der Grammatik-Duden.

    • Richtiges und gutes Deutsch heißt ein weiterer populärer Titel dieser Reihe, der nach seiner Nummer manchmal auch schlicht als Band 9 zitiert wird. Die zweite Auflage (1972) war Zweifelsfälle der deutschen Sprache betitelt, die erste (1965) Hauptschwierigkeiten der deutschen Sprache. Im Bibliographischen Institut Leipzig erschien ein ähnlicher Band namens Wörterbuch der Sprachschwierigkeiten.

    • Mit dem Deutschen Universalwörterbuch füllte der Verlag 1983 eine Lücke zwischen klassischem und mehrbändigem Duden. Ähnlich wie der Wahrig enthält es insbesondere ausführlichere Worterklärungen und Angaben zur Etymologie. Es ist gedruckt und auf CD-ROM erhältlich.

    • Das große Wörterbuch der deutschen Sprache, auch als Duden in zehn Bänden bezeichnet, ist der Titel eines zehnbändigen Wörterbuchs des Bibliographischen Instituts. Frühere Auflagen erschienen in acht bzw. sechs Bänden.

    • Nicht im Duden-Verlag erschienen, sondern 1988 bei der Metzlerschen Verlagsbuchhandlung in Stuttgart ist der Titel Der »Duden«. Geschichte und Aktualität eines »Volkswörterbuchs«. Wolfgang Werner Sauer untersucht darin kritisch die Entwicklung, die der Duden seit seiner ersten Auflage (und schon davor) genommen hat. Das Buch ist nur noch antiquarisch erhältlich.

  • Deutsches Wörterbuch, DWB, Grimmsches Wörterbuch oder schlicht Grimm steht für ein 33bändiges Monumentalwerk, das 1838 von Jacob und Wilhelm Grimm begonnen und 1960 vollendet wurde. (Band 33, ein Quellenband, erschien 1971.) Es ist auch auf CD erhältlich.

  • Die Deutsche Grammatik von Gerhard Helbig und Joachim Buscha, kurz Helbig/Buscha, wird — dem Untertitel Ein Handbuch für den Ausländerunterricht zum Trotz — auch von Muttersprachlern sehr geschätzt.

  • Nachdem die großen Verlage auf die Rechtschreibreform eingeschwenkt waren, publizierte Theodor Ickler, prominenter Kritiker der Rechtschreibreform, sein eigenes Wörterbuch, in dem er die »bewährte deutsche Rechtschreibung« auf seine Weise darstellte.

  • Beim Kluge handelt es sich um ein Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, benannt nach seinem Urverfasser, dem Sprachwissenschaftler Friedrich Kluge.

  • Heinz Küpper ist der Autor des Wörterbuchs der deutschen Umgangssprache, eines umfangreichen Werks über die Sprache der Gegenwart. Es ist gedruckt und auf CD erhältlich. Küpper ist auch Verfasser weiterer Wörterbücher.

  • Sprachforscher Lutz Mackensen interpretierte die Rechtschreibregeln von 1901 etwas anders und schuf in den 1950ern eine populäre Konkurrenz zum Duden. Trotz einer Entschärfung späterer Auflagen und Angleichung an die Schulorthographie erscheinen seine Werke noch heute unkonventionell und oft auch erstaunlich progressiv. Leider sind die meisten nur noch antiquarisch erhältlich.

  • Beim OED (Oxford English Dictionary) handelt es sich um das britische Äquivalent zum deutschen Grimm, gleichermaßen monumental, aber ungleich aktueller und moderner.

  • Das ÖWB — das Österreichische Wörterbuch — nimmt naturgemäß stärker Rücksicht auf Eigenheiten des österreichischen Deutschs.

  • Das ursprünglich von Hermann Paul verfaßte Deutsche Wörterbuch, 1897 erstmals veröffentlicht und seitdem vielfach aktualisiert, beschreibt die Entwicklung der deutschen Sprache bis zur Gegenwart, auch die Herkunft vieler Redewendungen.

  • Unter der Leitung von Wolfgang Pfeifer entstand das umfangreiche und auch sehr ausführliche Etymologische Wörterbuch des Deutschen.

  • Eine wirklich umfangreiche Grammatik der englischen Sprache haben Randolph Quirk, Sidney Greenbaum, Geoffrey Leech und Jan Svartvik verfaßt: A Comprehensive Grammar of the English Language. Sie wird in de.etc.sprache meist kurz als Quirk bezeichnet.

  • Ludwig Reiners ist der Autor des 1943 erschienenen Buchs Stilkunst — Ein Lehrbuch deutscher Prosa, das als der Urvater der modernen Stillehren angesehen wird. 1951 erschien seine etwas handlichere Stilfibel — Der sichere Weg zum guten Deutsch.

  • Der Röhrich, das umfangreiche Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten von Lutz Röhrich, wird gerne herangezogen, um die Herkunft auch moderner Wendungen in Erfahrung zu bringen. Das Werk ist gedruckt und auf CD erhältlich.

  • Der Journalist Wolf Schneider schuf mit seiner Stilkunde Deutsch für Profis einen Klassiker für die schreibende Zunft, dem er weitere Bücher zu diesem Thema folgen ließ.

  • Theodor Siebs ist der Autor des Standardwerks zur deutschen Aussprache. Es erschien erstmalig 1898 unter dem Titel Deutsche Bühnenaussprache; die vorerst letzte Fassung von 1969 trägt den Titel Deutsche Aussprache; sie ist vergriffen.

  • Ein beliebtes Synonymwörterbuch ist das ursprünglich von Annemarie Weber unter dem Pseudonym A. M. Textor verfaßte und seit seinem ersten Erscheinen 1955 mehrfach überarbeitete Sag es treffender.

  • Vom amerikanischen Schriftsteller Mark Twain stammt die bekannte Satire The Awful German Language, Die Schrecken der deutschen Sprache.

  • Auch der Name Wahrig wird mittlerweile für eine ganze Reihe von Büchern verwendet, die nicht alle ursprünglich von Gerhard Wahrig verfaßt wurden.

    • Beim einbändigen Wahrig (Wahrig — Deutsches Wörterbuch) handelt es sich um ein kompaktes, aber dennoch sehr ausführliches Wörterbuch, das oft als Alternative zum Duden empfohlen wird.

    • Der sechsbändige Wahrig, der auch als Teil des Brockhaus-Lexikons vertrieben wurde, ist im Umfang mit dem zehnbändigen Duden vergleichbar. Er ist nur noch antiquarisch erhältlich.

    • Die Bertelsmann-Rechtschreibung, 2002 zum Wahrig — Die deutsche Rechtschreibung mutiert, ist aus der Knaur-Rechtschreibung hervorgegangen. Sie ist in Umfang und Gestaltung mit dem einbändigen Duden vergleichbar. Insbesondere frühe Auflagen fielen durch originelle Einträge auf.

  • Karl Friedrich Wilhelm Wander schuf in jahrzehntelanger Arbeit ein umfangreiches Deutsches Sprichwörterlexikon.

  • Noah Webster gab 1806 den Vereinigten Staaten von Amerika ein eigenes Wörterbuch. Da sein Name nicht als Warenzeichen eingetragen wurde, tragen heute Wörterbücher und andere Werke vieler Verlage seinen Namen. Als legitime Nachfolger werden zumeist die beiden folgenden Werke betrachtet:

  • Dieter E. Zimmer, Journalist und Buchautor, gestaltete nach der sogenannten »Rechtschreibreform« die Hausorthographie der Wochenzeitung Die Zeit federführend. Zu seinen in de.etc.sprache.deutsch häufiger erwähnten Büchern gehören Die Elektrifizierung der Sprache, So kommt der Mensch zur Sprache und Deutsch und anders.

Hinweise auf stabile URLs von Autoren und Verlagen, die hier verwendete Verweise auf Amazon ersetzen können, nehme ich gerne entgegen.


Adresse dieser Seite: http://faql.de/literatur.html

Copyright © 2012 Ralph Babel