Anglizismen, Gallizismen, Borealismen etc. · Aktivitäten · allokieren, allozieren · edieren, editieren · E-Mail · Garage, kontrollieren, Konzept, Radio, realisieren, Sensation, sensibel · hexadezimal · Netzwerk · Silizium, Silikon · Sinn machen · virtuelle Speicherverwaltung (Bindestriche) · wenn und falls · Englische Verben im Deutschen: doppeltes Partizip. e-Erweiterung. e-Ausfall. -le, -eln. feste oder unfeste Verbzusammensetzungen. Verdopplung des Schlußkonsonanten. · Transliteration, Transkription · Eindeutschende Schreibweisen · Genus

Verunglückte Übersetzungen und Eindeutschungen

Ganze Bücher ließen sich hiermit füllen. Vielen Fachleuten muß man eine gewisse Bequemlichkeit attestieren, wenn es darum geht, verständliche und korrekte Übersetzungen der ihnen vertrauten Fachtermini zu finden. Man denke da nur an die unsägliche Quartzuhr, die noch vor wenigen Jahren sehr gebräuchlich war und in haarsträubender Weise begründet wurde: »Bei Verwendung in einer Uhr schreibt sich Quarz eben mit t.« Parallelen finden sich auch heute: »Computerviren sind männlichen grammatikalischen Geschlechts, um sie von ihren biologischen Vorbildern zu unterscheiden.« *schauder* Dazu kommt, daß viele Verlage Übersetzungen oft schlecht bezahlen, so daß entweder billige Hobbyisten mit mangelnder Kompetenz engagiert werden oder selbst qualifizierte Übersetzer wenig motiviert sind.


Anglizismus, Gallizismus, Borealismus etc. — Namen für Eigentümlichkeiten aus anderen Sprachen

Eigentümlichkeiten, die aus einer fremden Sprache übernommen wurden, werden zumeist nach der lateinischen oder latinisierten Bezeichnung der Sprache, der Region oder ihrer Bewohner benannt. Hierzu einige Beispiele:

Sprache       Name         Herkunft
Deutsch       Germanismus  (Germania, Deutschland)
Englisch      Anglizismus  (Anglii, die Angeln/Engländer)
Französisch   Gallizismus  (Gallia, Frankreich)
Griechisch    Gräzismus    (Graeci, die Griechen)
Lateinisch    Latinismus   (Latini, die Bewohner Latiens)
ÖsterreichischAustriazismus(Austria, Österreich)
Portugiesisch Lusitanismus (Lusitania, Portugal)
Schweizerisch Helvetismus  (Helvetia, Schweiz)
Spanisch      Hispanismus  (Hispania, Pyrenäenhalbinsel)

In de.etc.sprache.deutsch ist des weiteren Borealgermanismus (auch kurz Borealismus) gebräuchlich für Eigenheiten des Norddeutschen (nach boreas für Nordwind, Norden; daraus das deutsche Adjektiv boreal für nördlich). Der Begriff wurde im Oktober 1999 von Helmut Richter als Borealogermanismus eingeführt. Die Trennlinie zum Süddeutschen verläuft — wie der sogenannte Weißwurstäquator — für jeden Nutzer dieses Begriffs anders. Für Formen und Wendungen, die nur in Deutschland, nicht aber in Österreich und in der Schweiz üblich sind, ist Binnengermanismus und binnendeutsch gängig.


Aktivitäten?

Aktivität ist bereits die Summe der Tätigkeiten. Oft ist auch einfach nur Veranstaltungen oder Unternehmungen gemeint.


allokieren oder allozieren?

Von lateinischen Verben auf -care oder -cere — sofern dieser Endung ein Vokal vorausgeht — abstammende deutsche Verben enden auf -zieren, nicht -kieren, z. B. identifizieren, kommunizieren, modifizieren, multiplizieren, produzieren, sezieren, verifizieren. Ausnahmen: karikieren, defäkieren (neben defäzieren).

Folglich lauten die von locare abgeleiteten Formen: lozieren, allozieren, dislozieren, translozieren, relozieren (allesamt im achtbändigen Duden oder im großen Fremdwörterduden verzeichnet). allozieren hat dabei die Bedeutung [Mittel] zuweisen, bereitstellen und entspricht dem englischen allocate.

allokieren hingegen heißt jemanden anreden, von lat. alloqui anreden, trösten, eine Ansprache halten; siehe auch Allokution Ansprache (des Papstes).


edieren und editieren

(kräftig unterstützt durch die TR440- und Ediere-Erinnerungen von Ulrike Bernutat-Buchmann, Rainard Buchmann, Pedro de la Fuente, Dieter Homeister, Wilhelm Bernhard Kloke, Rudolf Königer, Wolfgang Nádasi-Donner, Helge Oldach, Helmut Richter, Thomas Schmidt und Christian Tismer)

Wie übersetzt man eigentlich to edit?

Machen wir es uns zu Beginn leicht: In der Bedeutung (Bücher) herausgeben, veröffentlichen entspricht das englische to edit unstrittig dem deutschen edieren — was bis zur 20. Auflage (1991) auch ausschließlich in dieser Bedeutung im Duden verzeichnet war.

Und wenn ich einen Text nicht herausgebe, sondern bearbeite?

Anders als edieren wurde to edit — eine Rückbildung aus editor — schon Ende des 19. Jahrhunderts nicht mehr nur für das Auswählen und Publizieren gebraucht, sondern auch für das Bearbeiten von Texten und das Schneiden von Bild- und Tonaufzeichnungen. So verwundert es nicht, daß man es auch auf das Bearbeiten von Texten auf Rechnern übertrug.

edieren machte diese Entwicklung zunächst nicht mit, gab es doch beispielsweise aufbereiten, bearbeiten oder redigieren, was auch eine saubere Trennung der jeweiligen Tätigkeiten von Editor und Redakteur ermöglichte — zumindest sprachlich —, denn das Herausgeben eines Textes impliziert ja noch kein Bearbeiten desselben.

Zudem sind Übersetzungen ohnehin keine bijektiven Abbildungen; es bestand also auch keine zwingende Notwendigkeit, dasselbe deutsche Wort mit allen unterschiedlichen Bedeutungen des englischen Begriffs zu belegen. Wer beispielsweise im Deutschen zwischen Worten und Wörtern unterscheidet, dem erschiene es sicherlich absurd, darauf zu verzichten, nur weil es im Englischen nur words gibt. (Weitere Informationen zum Plural von Wort.)

Auch der deutsche Rechnerhersteller Telefunken (später Computer Gesellschaft Konstanz) nannte den Systemeditor des TR440 schlicht TKORRIGIERE beziehungsweise später TZKORRIGIERE; T und TZ standen dabei für Text und Textzeile.

Gab es nicht einen Editor namens Ediere?

Das war eine Entwicklung am Großrechenzentrum der Wissenschaft (GRZ) in Berlin in der Mitte der 1970er, die — ganz in der Tradition bestehender TR440-Kommandos — mit einem deutschen Imperativ versehen wurde — wenngleich schon vom englischen to edit in der erweiterten Bedeutung beeinflußt. Der von Telefunken mitgelieferte Zeileneditor — am ehesten noch mit EDLIN unter MS-DOS vergleichbar — soll dermaßen bescheiden in seinen Möglichkeiten gewesen sein, daß anscheinend an jedem Standort eines TR440 spontan ein eigener Editor entwickelt wurde, so auch 1975/1976 der AUFBEREITE in Bochum.

Daß Englisch damals noch nicht den heutigen Status besaß, zeigte sich auch daran, daß man im Rechenzentrum der Uni Hamburg vom Panel als pa-neeehl sprach, nicht etwa pännel. Auch Bytes waren — als Wort wie als Einheit — noch nicht so gängig wie heute; Telefunken nannte sie Oktaden, und daneben bot der TR440 Tetraden, Hexaden und Dodekaden.

Der Lebenszyklus des TR440 begann in den frühen 1970ern und endete etwa anderthalb Jahrzehnte später. Es handelte sich um eine Architektur mit 50 Bits Wortbreite (einschließlich zweier Bits zur Typenkennung und zuzüglich zweier Prüfsummenbits zur Erkennung von Speicherfehlern — Kernspeicher natürlich, wie damals üblich). Gelegentlich war es auch »die TR440«, entgegen der offiziellen Dokumentation und der Bedeutung Telefunken-Rechner 440 — wobei das TR aufgrund des Echtholzdekors am Rechner auch als Teak-Rechner gedeutet wurde. (Teilnehmer-Rechensystem erscheint aufgrund der Modelle TR4 und TR86 weniger wahrscheinlich.)

Und editieren?

editieren kann nicht deutlich jünger sein und entstand wahrscheinlich unter dem wachsenden Einfluß des Englischen als Fachsprache der EDV. Schon zu Zeiten des Ediere soll aber nach Aussagen seiner Entwickler gelegentlich die Diskussion um edieren versus editieren aufgekommen sein.

Das Wort wird von manchem als Fehlbildung abgelehnt, obwohl hier — ähnlich den Verben agieren und agitieren — eine Ableitung von editare denkbar wäre. Diese intensivierte Form von edere ist im Lateinischen jedoch nicht belegt, und eine daher stammende englische Form müßte editate lauten.

Seien wir aber — allen rechtfertigenden Erklärungsversuchen zum Trotz — realistisch: Das deutsche edieren wird den ersten Verwendern wohl schlicht nicht bewußt gewesen sein, so daß sie editieren wahrscheinlich spontan nach to edit oder Editor bildeten — wie man auch heute attributieren, distributieren und indexieren neben attribuieren, distribuieren und indizieren findet.

Die älteste bisher bekannte Fundstelle für editieren

Die Tabelle aus dem Franzis-SonderheftHobbycomputer (Sonderheft der ELO, Funkschau, Elektronik), Oktober 1978, Franzis-Verlag GmbH; Peter Schaltegger: TRS-80 — ein professioneller Hobbycomputer; Seite 47, rechte Spalte, Tabelle unten: »Editier-Befehle« und »Ende des Editiervorgangs«.

editieren erhält den Ritterschlag

1991 dann hielt editieren in der bekannten EDV-Bedeutung Einzug in die 20. Auflage des Dudens; edieren blieb vorerst unverändert, obwohl schon im Jahr zuvor für edieren auch die Zweitbedeutung editieren in die 5. Auflage des Fremdwörterdudens aufgenommen worden war. Wohl nicht zuletzt durch das Engagement Peter Kittels wurde diese Inkonsistenz 1996 in der 21. Auflage des regulären Dudens behoben:

Dabei ist editieren keine Einzelerscheinung: Das auf gleiche Weise zu Kurator gebildete Verb kuratieren ist sowohl im Duden (seit der 23. Auflage von 2004) als auch im Wahrig verzeichnet, und auch selektieren wurde nicht direkt vom lateinischen seligere abgeleitet und hat dennoch Eingang in den Duden gefunden (1967, 16. Auflage West; 1985, 18. Auflage Ost). selegieren und seligieren sind daneben bestenfalls rar. Immerhin blieb uns editionieren bislang erspart, während selektionieren sogar den Segen aus Mannheim hat.

Wie macht man es denn jetzt richtig?

Sowohl edieren als auch editieren haben eine nach EDV-Maßstäben lange Tradition. Beide Formen haben ihre Anhänger und Gegner, und wenngleich gängige Wörterbücher mittlerweile beide Formen in der EDV-Bedeutung verzeichnen, so wird man — ganz gleich, für welche der beiden man sich entscheidet — zwangsläufig jemandem damit auf die Füße treten: entweder dem, der die Bedeutungserweiterung von edieren als überflüssig bis störend empfindet; oder dem, der editieren als eine nicht minder überflüssige Fehlbildung ansieht.

Will man dem aus dem Weg gehen und verwendet statt dessen Wörter wie bearbeiten oder redigieren, so sollte man dies jedoch in aller Stille tun, denn begeht man den Fehler, sowohl die edieren- als auch die editieren-Fraktion zu kritisieren, so wird man offenbar zwangsläufig von beiden Seiten in das jeweils gegnerische Lager gesteckt:

Und welchen Gebrauch verzeichnen Wörterbücher?

  • Der Duden (Das große Wörterbuch der deutschen Sprache, 1993):

    edie|ren <sw. V.; hat> [lat. edere (2. Part.: editum) = herausgeben]: 1. [wissenschaftlich] herausgeben: Schillers Werke e.; Als 23. Titel … ediert der Verlag der Nation in diesem Jahr die Lebenserinnerungen von Hans Pischner (NNN 12. 2. 86, 1); sorgfältig edierte Bände. 2. (Datenverarb.) editieren.

    edi|tie|ren <sw. V.; hat> [vgl. gleichbed. engl. to edit, eigtl. = edieren < frz. éditer, zu: édition < lat. editio, ↑ Edition] (Datenverarb.): (von Daten) in ein Terminal (2) eingeben, löschen, ändern, o. ä.

  • Der Wahrig (Deutsches Wörterbuch, 8. Auflage, 2006):

    edie|ren <V. t.; hat> herausgeben, veröffentlichen (Bücher, Musikalien) [<lat. edere »herausgeben«]

    edi|tie|ren <V. t.; hat; EDV> Daten ~ Daten eintippen, bearbeiten, umwandeln [<engl. edit, eigtl. »herausgeben«]


E-Mail

Wie schreibt man E-Mail?

Laut 22. Auflage des Dudens genau so.

E-Mail [ˈiːmeːl], die; -, -s, auch (bes. südd. u. österr.) das; -s, -s <engl.> (elektronische Post)

Die 38. Auflage des ÖWB, Wahrigs Fremdwörterlexikon von 1999, Wahrigs Wörterbuch von 2000, Heynes Neues deutsches Wörterbuch von 1996, Pons' Großes Schulwörterbuch von 2001 sowie § 40 (1) des amtlichen Reformregelwerks bestätigen dies, und angesichts folgender Wörter war eine Aufnahme in dieser Schreibweise nur konsequent:

Kurzform  Bedeutung
A-Bombe   Atombombe
B-Waffe   biologische Waffe
C-Waffe   chemische Waffe
D-Mark    Deutsche Mark
D-Zug     Durchgangszug
E-Lok     elektrische Lokomotive
E-Gitarre elektrische Gitarre
E-Musik   ernste Musik
E-Werk    Elektrizitätswerk
G-Punkt   Gräfenberg-Punkt
H-Bombe   Wasserstoffbombe
H-Milch   haltbare Milch
O-Saft    Orangensaft
O-Ton     Originalton
R-GesprächRückfragegespräch
S-Bahn    Schnell- oder Stadtbahn
U-Bahn    Untergrundbahn
U-Boot    Unterseeboot
U-Haft    Untersuchungshaft
U-Musik   Unterhaltungsmusik
Ü-Wagen   Übertragungswagen
V-Mann    Verbindungs- oder Vertrauensmann

Scheinbar abweichend von diesem Schema wird Oberleitungsomnibus nicht zu O-Bus, sondern zu Obus verkürzt (nur in dieser Schreibweise seit 1934 im Duden, dito in allen anderen konsultierten Wörterbüchern), womöglich weil O anderenfalls für Oberleitungsomni stünde. Dies ist eingestandenermaßen eine schwache Rechtfertigung, und der tatsächliche Gebrauch neigt sich in Richtung O-Bus, was wohl (systematisch) als Oberleitungsbus interpretiert wird.

Von der Schreibweise E-Mail wichen ab:

  • Ickler, der in früheren Auflagen seines Rechtschreibwörterbuchs zusätzlich »eMail« aufführte, was aber § 15 seiner eigenen Formulierung der deutschen Orthographie widersprach, wonach Substantive groß geschrieben werden. Dies ist in der aktuellen Ausgabe (Titel: Normale deutsche Rechtschreibung) behoben: Es ist nur noch »E-Mail« verzeichnet.

  • Frühe Auflagen der Neuen deutschen Rechtschreibung von Bertelsmann (1997) durch folgenden ungewöhnlichen Eintrag:

    Email […] s. 9 [= das Email, des Emails, die Emails] 1 Emaille […] w. 11 farbiger Schutz- oder Schmucküberzug auf Metallgegenständen, Schmalt, Schmelzglas, Glasfluss 2 auch: E-mail Abk. für electronic mail, elektronische Post, eine Nachricht, die über das Internet, Online-Dienste oder ein Firmennetzwerk befördert wird

    Spätere Auflagen trennen klar zwischen Email[le] und E-Mail.

Wie wird das Wort E-Mail gebraucht?

E-Mail (oder kurz: Mail) wird in drei Bedeutungen gebraucht:

(1) elektronischer Postdienst zum Austausch von Nachrichten über Computernetze; (2) die Klasse der durch den in (1) beschriebenen Dienst transportierten Nachrichten; (3) eine einzelne durch (1) übertragene Nachricht.

Die beiden ersten davon sind unstrittig. Der Gebrauch entspricht hier dem des deutschen Worts Post (schließlich heißt E-Mail nichts anderes als elektronische Post):

  • Das Schreiben erreichte mich per E-Mail. (1)
  • Hast du deine E-Mail schon bearbeitet? (2)
  • Ich habe E-Mail von ihm erhalten. (2)

Daneben ist E-Mail mittlerweile jedoch auch als Kurzform für E-Mail-Nachricht, also in Bedeutung (3), gängig, dann auch in der in den Bedeutungen (1) und (2) kaum möglichen Pluralform E-Mails für E-Mail-Nachrichten. Für (1) wäre ein Plural bestenfalls im Sinne von verschiedene Organisationen oder Systeme des elektronischen Nachrichtenaustauschs denkbar, aber mal ehrlich: Wann haben Sie sich zuletzt des Worts Posten als Plural von Post bedient?

Die Verwendung von E-Mail in der Bedeutung (3) wird — obwohl mittlerweile im Duden-Universalwörterbuch von 1997, in der 38. Auflage des ÖWB sowie in Wahrigs Fremdwörterlexikon (1999) und in Wahrigs Wörterbuch (7. Auflage 2000) verzeichnet — nicht allgemein akzeptiert und von den Kritikern als eher umgangssprachlich betrachtet. Für sie ist aufgrund der Bedeutung im Englischen E-Mail nicht gleichbedeutend mit Brief oder Schreiben; im zweiten Beispiel oben darf es nach ihrer Ansicht mithin nicht E-Mails, im dritten nicht eine E-Mail heißen.

Wenngleich in der 22. Auflage des Dudens dieser Gebrauch nicht aus dem Eintrag zu E-Mail — siehe oben — hervorgeht, so verwendet die Duden-Redaktion das Wort dennoch in dieser Bedeutung: Maschinenschreiben und E-Mails (Seite 105), so lautet die Überschrift eines Kapitels. Im Wahrig (2000) heißt es deutlich:

E-Mail <[…] f. 10; kurz für> Electronic Mail, digitalisierte schriftliche Nachricht an einen anderen Teilnehmer innerhalb eines Computernetzwerks [engl., elektronische Post, elektronischer Brief]

Natürlich sind auch bei Ablehnung der Bedeutung (3) Zusammensetzungen mit E-Mail möglich, entsprechend Postkarte oder Postpaket, und beispielsweise von E-Mail-Nachricht kann dann auch ein Plural gebildet werden, der keine Irritation auslöst. Manche verwenden auch verdeutlichend E-Post für den Dienst bzw. die Klasse und E-Brief für die Nachricht selbst. Ironischerweise ist die Verwendung des Plurals mails für mail messages in jüngster Zeit jedoch sogar im englischen Sprachraum zu beobachten.

Und welches Genus hat E-Mail?

Vorherrschend ist die E-Mail; gelegentlich wird in Österreich und in der Schweiz zur Bezeichnung einer einzelnen Nachricht auch das verwendet; im ÖWB ist das an erster Stelle verzeichnet. In den Bedeutungen (1) und (2) scheint das ungebräuchlich. Noch in der 6. Auflage von 1997 leitete der Wahrig E-Mail von Electronic Mailing ab und verzeichnete Mailing als Neutrum.


Garage, kontrollieren, Konzept, Radio, realisieren, Sensation, sensibel?

Wie wär's — je nach Kontext — mit Werkstatt, steuern, Vorstellung, Funk(-gerät), begreifen, Empfindung, vernünftig? Sicherlich kann radio auch in der Bedeutung des deutschen Worts Radio vorkommen, to realize auch realisieren und sensation auch Sensation heißen usw., aber die passende Übersetzung — wie auch bei to edit — hängt vom Zusammenhang ab, und nur weil ein englisches und ein deutsches Wort dieselbe Wurzel besitzen und ähnlich klingen, müssen sie noch lange nicht dieselbe Bedeutung haben. Das klassische Schulbeispiel hierfür ist wohl nostalgia und Nostalgie.

Eine tabellarische Übersicht über solche Wortpaare findet sich bei Stefan Winterstein.


hexadezimal?

hexadekadisch oder sedezimal. Ja, an Automobil scheint sich auch niemand mehr zu stören, und keiner verlangt statt dessen Autokinet (gibt es immerhin im Griechischen) oder Ipsomobil (im Lateinischen hingegen sind die Neologismen autocinetum, autovehiculum und automataria raeda bzw. autoraeda gängig). Wahrig verzeichnet Hexadezimalsystem.


Rechnernetzwerk?

Aber nur, wenn man auch vom Telefonnetzwerk, Leitungsnetzwerk, Straßennetzwerk, Stromnetzwerk und Schienennetzwerk spricht.

(Für die Begriffsstutzigen: Netzwerk ist eine Blähbildung; die deutsche Übersetzung von network in diesem Sinne lautet Netz — oder »vernetzwerken« Sie etwa Ihre Rechner untereinander? Das Verb to network kann neben [miteinander] verbinden natürlich auch mit einem Netz überziehen, über eine Senderkette ausstrahlen oder sich [über etwas] austauschen heißen.)

In anderen Zusammenhängen mögen andere Übersetzungen angebracht sein. So übersetzt man network im Falle räumlicher Strukturen (network of roots/nerves) oft passender mit Geflecht (Wurzel-/Nervengeflecht). Weitere mögliche Entsprechungen: Bund, Bündnis, Verband, Gemeinschaft, Sendeanstalt, Seilschaft, Zusammenschluß, Gruppe, Kette, Kreis, System, Maschenwerk.

(Das Fehlen eines griffigen deutschen Äquivalents für [radio/television] [production] network liegt sicherlich auch im ehemals rein staatlichen Rundfunksystem Deutschlands begründet.)

Moment! Wenn Netzwerk eine Blähbildung sein soll, wieso ist Maschenwerk dann akzeptabel?

Werk — hier mit wirken im Sinne von weben oder (Fäden) miteinander verschlingen verwandt — gibt der Masche Zweidimensionalität — etwas, was das Netz ohnehin schon besitzt. (Ein eindimensionales Netz wäre widersinnig — außer im EDV-Bereich, aber dort versteht man unter Vermaschung ja ebenfalls etwas etymologisch Unerwartetes.) Ein Feuerwerk unterscheidet sich ebenfalls von einem Feuer.

Aber Netzwerk findet sich bereits im Grimm von 1883!

Ein echter Anglizismus ist Netzwerk wohl nicht, aber der in jüngerer Zeit vermehrte Gebrauch von network in der Technik hat sicherlich zur Wiederbelebung von Netzwerk beigetragen (siehe auch Garage usw. weiter oben in diesem Abschnitt). Ersetzt man Netzwerk jedoch durch Netz, so nimmt das den im Grimm angeführten Belegen viel von ihrem altertümlichen Klang.

Und worum handelt es sich bei einem Netzanschluß?

Der Netzanschluß (-stecker, -buchse, -kabel usw.) eines Rechners muß bei Verwechslungsgefahr natürlich näher bestimmt werden: 230-V-Netzanschluß, Stromnetzanschluß, Ethernet-Anschluß, Datennetzanschluß, Kommunikations[netz]anschluß o. ä.


Sinn machen?

Sinn haben/ergeben, sinnvoll/verständlich/nachvollziehbar sein.


Silizium und Silikon

Silizium (oft auch Silicium, von lat. silex Kiesel, Genitiv silicis) ist ein sprödes, hartes, grauschwarzes Halbmetall, das auf der Erde sehr häufig vorkommt, primär gebunden als Siliziumdioxid (Sand, Quarz) und in Form von Silikaten. Es wird in der Halbleiterproduktion verwendet.

Als Silikone (Plural; Singular Silikon, auch Silicon; in der Schreibweise mit c jedoch meist im Plural Silicone gebraucht) bezeichnet man polymere Verbindungen des Siliziums mit Kohlenwasserstoffen, in denen die Siliziumatome über Sauerstoffatome miteinander verbunden sind. Sie können in (flüssige) Öle, (gummiartige) Kautschuke und (feste) Harze eingeteilt werden. Eine Anwendung des Silikons sind Brustimplantate in der plastischen Chirurgie.

Deutsch FranzösischEnglisch
Siliziumsilicium   silicon
Silikon silicone   silicone

virtuelle Speicherverwaltung? (Bindestriche im Englischen und Deutschen)

Was ist an dem Ausdruck virtuelle Speicherverwaltung falsch?

Nicht die Verwaltung, sondern der Speicher ist virtuell.

Im Englischen werden Zusammensetzungen dieser Art oft mit Bindestrich oder einfach durch Aneinanderreihung mit Leerraum gebildet, so daß durch die implizite Klammerung von der rechten Seite her zwischen high-school student (Schüler einer Schule zur Vorbereitung aufs College) und high school student (angeheiterter oder anderweitig abgehobener Schüler) unterschieden werden kann.

Durch den etwas längeren en dash (Halbgeviertstrich; Unicode 0x2013, –, hier zur Verdeutlichung durch »--« wiedergegeben) kann dies sogar auf zwei Klammerungsebenen ausgedehnt werden: grade-school--student spelling competition, geklammert: [(grade school) student] (spelling competition). (Beispiele Lyn Duprés BUGS in Writing entnommen)

Im Deutschen könnte bei Virtuellspeicherverwaltung nicht festgestellt werden, worauf sich Virtuell- bezieht; anders als die virtuelle Speicherverwaltung wäre es also zumindest nicht falsch.

Frank Thilo schlägt zur Verdeutlichung Virtualspeicher-Verwaltung vor, was mit dem gleichartigen Beispiel »Mädchen-Handelsschule (= Handelsschule für Mädchen, nicht Schule für Mädchenhandel« in Theodor Icklers Rechtschreibwörterbuch konform geht. Ähnliches gilt für das Beispielpaar Bundes-Landwirtschaftsminister sowie Bundesland-Wirtschaftsminister.

Die Duden-Redaktion hingegen gestattet diese Verwendung zusätzlicher Bindestriche zur Verdeutlichung der Bindung im Grunde nur bei bereits vorhandenem Bindestrich: A-Dur-Tonleiter (trotz Durtonleiter), da A-Durtonleiter eine stärkere Bindung zwischen Dur und Tonleiter als zwischen A und Dur implizierte, was ja nicht der Zerlegung in A-Dur und Tonleiter entspräche. Analog: Mund-zu-Mund-Beatmung (nicht Mund-zu-Mundbeatmung), E-Mail-Nachricht (nicht E-Mailnachricht), 100-Meter-Lauf (nicht 100-Meterlauf).

(Weitere Informationen zum Bindestrich zur Kopplung im Deutschen finden Sie hier.)


wenn und falls?

Die unglückliche Übersetzung einer schon im Englischen nicht unumstrittenen Wendung. if and when soll sowohl den konditionalen (sofern) als auch den temporalen (sobald) Aspekt unterstreichen. Dies gelingt im Deutschen aber auch alleine durch wenn. Kann if durch whether ersetzt werden, so entspricht die Wendung dem deutschen ob und wann.


Englische Verben im Deutschen

Oder was passiert mit unseren grammatischen Infixen, wird da im Deutschen outgeputtet? Wie fordere ich jemanden auf, etwas outzuputten? »Putten Sie das mal out!« Glücklicherweise ist der korrekte deutsche Konjunktiv ja längst ausgestorben, man müßte sonst fürchten, auch noch englischen Verben im deutschen Konjunktivgewand zu begegnen: »Oh, wenn Meier doch endlich den Report outpüttete!« Geschähe dies, ich flöhe schreiend nach Hause. […] Seltsamerweise scheut man noch vor der letzten Konsequenz zurück. Die Frage »Mailst Du mir das e?« (Meilst Du mir das ieh?) und die zugehörige Antwort »Ich mail' das eh allen e!« (Ich meil das eh allen ieh!) hört man — noch — nicht.

(Ralph Möllers: Deutsch für Poweruser)

»doppeltes« Partizip

Man sollte sich bei der Bildung des Partizips entweder für die englische oder die deutsche Form entscheiden: incorporated, overdressed gegenüber gecrasht, getimt. Deutsches ge- zusammen mit englischem -ed, etwa gecrashed, ist des Guten zuviel. Oft läßt sich der Import aber auch einfach durch ein gebräuchlicheres Verb ersetzen (abgestürzt).

e-Erweiterung

Nur Verben, deren Stamm auf d, t oder nasalische Doppelkonsonanz endet, erhalten in bestimmten Formen ein zusätzliches e:

englischer deutscher
Infinitiv  Infinitiv Beispiel
to boot  booten  gebootet.
to skate skaten  sie skatet.
to updateupdaten du updatest.
to vote  voten   er votet.

Kein e steht bei:

englischer     deutscher
Infinitiv      Infinitiv   Beispiel
to bike      biken     gebikt.
to clone     klonen    er klont.
to dope      dopen     ihr dopt.
to fake      faken     er fakt.
to flame     flamen    geflamt.
to hone      honen     sie hont.
to lease     leasen    geleast.
to like      liken     er likt.
to manage    managen   gemanagt.
to morse     morsen    du morst.
(outsourcing)outsourcenoutgesourct.
to parse     parsen    er parst.
to score     skoren    geskort.
to shape     shapen    sie shapte.
to style     stylen    gestylt.
to time      timen     du timtest.
to tune      tunen     getunt.

(skaten, zuvor nur in der Bedeutung Skat spielen verzeichnet, hat mit der 22. Auflage Eingang in den Duden gefunden — wie auch updaten, das sich allerdings leicht durch auf den neuesten Stand bringen oder aktualisieren ersetzen läßt. Auch sollte man bei to flame vielleicht auf das schon jetzt scherzhaft gebrauchte rösten ausweichen. Für faken bietet sich vortäuschen oder fälschen an. shapen und liken sind ebenfalls nicht im Duden verzeichnet.)

to time, timen und der e-Ausfall

Die Beugung des Verbs timen (von engl. to time), aber auch die anderer gängiger Anleihen aus dem Englischen (siehe die Tabelle im vorigen Abschnitt) ist umstritten. Folgende Möglichkeiten und Argumente werden vorgebracht:

  • Stamm konsequent tim-: Alle gängigen Wörterbücher stützen den Standpunkt, daß das e in keinem Fall als Teil des Stamms zu betrachten ist. Für das Verb timen ist der Stamm tim-, und somit heißt es du timst, er timt, ihr timt, timte, getimt.

    Widerwillen hiergegen regt sich dort, wo das e zumindest im Englischen angeblich ausspracherelevant sei und ein Ausfall desselben eine falsche Aussprache nahelege, speziell bei den Stammvokalen von fake, flame, shape, time und tune, aber auch beim g in manage, was als Widerspruch zum deutlich früher entlehnten Substantiv Management empfunden wird.

    Allerdings zeigen Gegenbeispiele wie timing, pint und ninth, daß dieses e gar so relevant für die Aussprache nicht sein kann.

  • Stamm konsequent time-: Dies würde zu Formen wie ich timee (oder timeë oder time-e?), wir timeen, sie timeen führen, was völlig unüblich ist und von niemandem ernsthaft vertreten wird.

  • Gemischter/unregelmäßiger Stamm: Die Formen mit »kurzem Stamm« (tim-) fallweise um ein e zu erweitern, wenn nicht ohnehin ein Beugungs-e folgt, bzw. in den Formen mit »langem Stamm« (time-) ein verdoppeltes e ausfallen zu lassen wird als inkonsequent kritisiert: ich time, aber du timest, timete, getimet. Auch führten Formen wie letztere im Vergleich mit den im vorigen Abschnitt genannten Verben mit e-Erweiterung zu einer Diskrepanz in der Zahl der Sprechsilben, trotz ähnlicher Schreibung:

    PartizipSilben
    gedatet 3
    gevotet 3
    gefaket 2
    getimet 2

    Ein Ausfall von Buchstaben ist jedoch in der deutschen Rechtschreibung nicht völlig unbekannt, selbst in Fällen, in denen dies der Aussprache widerspricht, siehe Armeen, knien und Seen.

  • Eindeutschung: ich teime, du teimst, teimte, geteimt. Dieser Weg scheint angesichts der Allgegenwärtigkeit des Englischen heute nicht mehr gangbar, anders als noch vor hundert Jahren, siehe Keks, Koks und streiken.

Letztlich handelt es sich beim e-Ausfall um einen die Aussprache ein wenig vernachlässigenden Kompromiß beim Versuch, einen deutschen Stamm englischer Verben zu definieren, um das Verb sodann ins Bett der deutschen Formenbildung pressen zu können.

Wechsel von -le nach -eln

englischer  deutscher
Infinitiv   Infinitiv
to recyclerecyceln.
to sample sampeln (nicht im Duden verzeichnet).

Da c vor e meist z ausgesprochen wird, mag statt recyceln die Schreibweise recykeln angebracht sein. (Ähnliches gibt es im Englischen: invocation, aber invoke.) Es sei der Hinweis gestattet, daß die Wörter rezyklieren und wiederverwerten ebenfalls den Segen der Duden-Redaktion genießen.

Das e in -el fällt in den Präsensformen auf e und im Imperativ Singular üblicherweise wieder aus: recycle!, ich sample.

feste oder unfeste Verbzusammensetzungen

Zwar werden aus dem Englischen übernommene Verbzusammensetzungen mit Raumadverbien — etwa downloaden und updaten — in den infiniten Formen sowohl fest als auch unfest gebraucht (zu downloaden neben downzuloaden, geupdatet neben upgedatet), doch findet man ich loade down oder ich date up kaum. Hier scheint also eine gewisse Scheu vor dem Import neuer Halbpräfixe zu bestehen. Da schon im Englischen diese Verben als nicht trennbare Einheiten betrachtet werden (he downloads, she updated), sollte man dies im Interesse der Konsequenz wohl auch im Deutschen beibehalten und auf Formen wie downzuloaden und upgedatet verzichten.

Anderer Ansicht ist offenbar die Duden-Redaktion, die in der 22. Auflage des Dudens die Beispiele ich habe downgeloadet und sie hat upgedatet aufführt. In Übereinstimmung mit dem tatsächlichen Gebrauch heißt es laut Duden des weiteren outgesourct und entsprechend ich source out, was sich aber insofern von den zuvor genannten Verben unterscheidet, als der Begriff im Englischen fast ausschließlich in der substantivischen bzw. attributiven Form outsourcing vorkommt.

Getrennt werden im Englischen aber beispielsweise die Verben to back up, to log in, selbst wenn die Substantive back-up und log-in (auch schon ohne Bindestrich üblich) geschrieben werden. Zweifel sind jedoch angebracht, ob ich backte up oder eingeloggt wirklich besser als ich sicherte oder angemeldet sind.

Der scheinbar vernünftigen Frage Aber warum ist das schlimm? läßt sich in all diesen Fällen die nicht minder vernünftige Frage entgegenstellen: Und wofür sollte es gut sein?

(Wolf Schneider: Deutsch für Kenner)

Verdopplung des Schlußkonsonanten

Vor -ed und -ing wird im Englischen bei bestimmten Verben der Schlußkonsonant verdoppelt. Dies wird ins Deutsche übernommen: jobben, joggen, kidnappen, rappen, steppen. Nicht ganz nachvollziehbare Ausnahme: handikapen (trotz Handikapper).

stoppen ist übrigens keine Anleihe aus dem Englischen, und selbst Stopp schreibt sich — anders als das englische stop — mit Doppel-p (es heißt also nicht Stopuhr usw.). Stop ist — vor der Reform — lediglich in der Bedeutung Stoppball zulässig, danach »veraltet«.


Transliteration und Transkription

Sowohl Transliteration als auch Transkription setzen eine Schrift in eine andere um. Mit der Transliteration bezweckt man, das Transliterierte wieder eindeutig in der ursprünglichen Darstellung in die Quellschrift rückübertragen zu können. Die Transkription hingegen will sich — in der Schrift der Zielsprache — der originalen Aussprache annähern. Transkriptionssysteme sind daher typischerweise verlustbehaftet, Transliterationssysteme dürfen es nicht sein.

Während Transkriptionssysteme zweckbedingt von der Ziel(aus)sprache abhängen und sich von Sprachraum zu Sprachraum unterscheiden, gibt es durchaus Transliterationssysteme, die international gängig sind, dem Laien jedoch keine Aussprache ermöglichen — was aber auch nicht Zweck der Transliteration ist. Verschiedene Transkriptionssysteme sind oft auch Ursache unterschiedlicher Schreibweisen von Eigennamen, zum Beispiel bei der lateinischen Umschrift russischer Namen: Michael Gorbatschow, Michail Gorbatschew, Mikhail Gorbachev — um nur einige wenige der gängigen Varianten aufzuzählen.


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